| Förderkennzeichen: | 01ZZ2502B |
| Fördersumme: | 317.912 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Dr. Perikles Simon |
| Adresse: |
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, FB 02 Sozialwissenschaften, Medien und Sport, Institut für Sportwissenschaft Albert-Schweitzer-Str. 22 55128 Mainz |
DECIDE II knüpft nahtlos an das Vorgängervorhaben DECIDE an. Ziel der Vorhaben ist es, Vorgehensweisen und Werkzeuge der Telemedizin, künstlichen Intelligenz sowie den Einsatz von Apps und Handgelenksensoren zu erproben, um sektorenübergreifend und zudem in strukturschwachen Gebieten eine Behandlung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Behandlungsdaten in einem Datenintegrationszentrum (DIZ) einer Universitätsklinik der wissenschaftlichen Forschung zugutekommen. Das DIZ hat die Aufgabe, Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen und für eine Nutzung in der medizinischen Forschung aufzubereiten. In DECIDE II werden u. a. klinische Daten zu schweren Depressionserkrankungen und Tumorerkrankungen für die medizinische Forschung nutzbar gemacht. Dafür wird der wahrgenommene Gesundheitszustand gemessen sowie die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten während der Behandlung mittels einer App sowie einer Smartwatch mit Handgelenkssensoren. Die mit diesen Werkzeugen gewonnenen Daten werden in den standardisierten Formaten der Medizininformatik-Initiative hinterlegt, mit weiteren standardisierten behandlerseitigen Datenquellen verknüpft, um dann u. a. unter Verwendung von in DECIDE entwickelten und in DECIDE II weiter verfeinerten künstliche Intelligenz-Modelle-Ansätzen für eine Verbesserung der Behandlung zu sorgen. Dabei werden nicht nur psychotherapeutische und medikamentöse, sondern auch krankheitsspezifische sporttherapeutische Angebote berücksichtigt. Neben psychischen Erkrankungen werden in DECIDE II Krebserkrankungen entsprechend adressiert. Es sollen sowohl Patientinnen und Patienten als auch stationäre und ambulante Leistungserbringer motiviert werden, die Werkzeuge in der täglichen Praxis zu nutzen. Dabei liegt der Fokus im Besonderen auf unterversorgte Regionen, um aktuelle Erkenntnisse der universitätsmedizinischen Forschung in jeden Winkel Deutschlands zu tragen. Die Universität Mainz bearbeitet die digitale Sporttherapie.