| Förderkennzeichen: | 01ZZ2502E |
| Fördersumme: | 114.839 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | PD Dr. Hauke Wiegand |
| Adresse: |
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Universitätsklinik und Poliklinik, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Julius-Kühn-Str. 7 06112 Halle (Saale) |
Das Vorhaben DECIDE II knüpft nahtlos an das Vorgängervorhaben DECIDE an. Die Grundidee der Vorhaben ist es, Vorgehensweisen und Werkzeuge der Telemedizin, künstlichen Intelligenz sowie den Einsatz von Apps und Handgelenksensoren zu erproben, um sektorenübergreifend und zudem in strukturschwachen Gebieten eine Behandlung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Behandlungsdaten in einem Datenintegrationszentrum (DIZ) einer Universitätsklinik der wissenschaftlichen Forschung zugutekommen. Das DIZ hat die Aufgabe, Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen und für eine Nutzung in der medizinischen Forschung aufzubereiten. In DECIDE II werden nun u. a. klinische Daten zu schweren Depressionserkrankungen für die medizinische Forschung nutzbar gemacht. Dafür wird zum einen der von Patientinnen und Patienten wahrgenommene Gesundheitszustand und zum anderen ihre Erfahrungen während der Behandlung mittels einer App sowie einer Smartwatch mit Handgelenkssensoren gemessen. Die mit diesen Werkzeugen gewonnenen Daten werden in den standardisierten Formaten der Medizininformatik-Initiative (MII) hinterlegt, mit weiteren standardisierten behandlerseitigen Datenquellen verknüpft, um dann u. a. unter Verwendung von in DECIDE entwickelten und in DECIDE II weiter verfeinerten künstlichen Intelligenz-Modellen Ansätze für eine Verbesserung der Behandlung zu entwickeln. Dabei werden nicht nur psychotherapeutische und medikamentöse, sondern auch krankheitsspezifische sporttherapeutische Angebote berücksichtigt. Neben psychischen Erkrankungen werden in DECIDE II auch Krebserkrankungen entsprechend adressiert. Die Universität Halle-Wittenberg will sowohl Patientinnen und Patienten als auch stationäre und ambulante Leistungserbringer motivieren, die Werkzeuge in ihrer täglichen Praxis zu nutzen. Dabei liegt der Fokus im Besonderen auf unterversorgte Regionen, um aktuelle Erkenntnisse der universitätsmedizinischen Forschung in jeden Winkel Deutschlands zu tragen.