| Förderkennzeichen: | 01KD2604E |
| Fördersumme: | 55.188 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Alexander Brobeil |
| Adresse: |
Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Pathologisches Institut Im Neuenheimer Feld 224 69120 Heidelberg |
Das Vorhaben ist Teil eines deutschlandweiten Verbundprojekts, das die Ursachen und biologischen Mechanismen des frühen Darmkrebses (Early-Onset Colorectal Cancer, EOCRC) erforscht. Ziel ist es, zu verstehen, warum immer mehr jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken, und neue Ansätze für Prävention, Früherkennung und personalisierte Therapie zu entwickeln. Die Universität Heidelberg ist für ein Teilprojekt verantwortlich, das sich auf die molekulare und immunhistochemische Charakterisierung der Tumoren konzentriert. Innerhalb dieses Teilprojekts koordiniert Heidelberg insbesondere die Arbeitspakete „Tumorgewebeaufbereitung und Immunhistochemie“ und „MSI und Lynch-Syndrom“. Grundlage bildet die PEARL-Studie, eine multizentrische Studie mit rund 800 Patientinnen und Patienten, die an frühem Darmkrebs erkrankt sind. Es werden die Tumorgewebeproben standardisiert aufgearbeitet, immunhistochemisch gefärbt und digitalisiert. Dadurch können Immunzellen im Tumorgewebe sichtbar gemacht werden, was Aufschluss über die Immunaktivität und das Tumormikromilieu gibt. Desweiteren erfolgt die molekulare Analyse der Tumoren, insbesondere von genetischen Mutationen und dem Phänotyp der Mikrosatelliteninstabilität (MSI), um biologische Tumorwege und Risikoprofile zu identifizieren. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für KI-gestützte Modelle in anderen Teilprojekten und leisten einen zentralen Beitrag zum Gesamtziel des Konsortiums: der Entwicklung datenbasierter, individualisierter Strategien zur Vorhersage, Prävention und Behandlung des frühen Darmkrebses.