Einzelprojekt

Psychosoziale Interventions- und Unterstützungsangebote - Zusammenhang psychosozialer und gesundheitsökonomischer Outcomes zur Modellentwicklung

Förderkennzeichen: 01ED2604
Fördersumme: 335.451 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: PD Dr. Dr. Bernhard Michalowsky
Adresse: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft, Standort Greifswald
Ellernholzstr. 1-2
17489 Greifswald

Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen weisen erhebliche ungedeckte Versorgungsbedarfe auf, die durch bestehende Angebote nicht ausreichend adressiert werden. Zwar liegen für eine Reihe psychosozialer Unterstützungsinterventionen belastbare Wirksamkeitsnachweise vor, jedoch werden diese Interventionen bislang nur eingeschränkt und selten nachhaltig finanziert oder flächendeckend in die Regelversorgung implementiert. Ein zentraler Grund hierfür ist das Fehlen robuster gesundheitsökonomischer Evidenz, insbesondere zur Kosten-Effektivität und zum langfristigen Nutzen psychosozialer Interventionen im Versorgungsalltag. Vor diesem Hintergrund verfolgt das europäische Verbundprojekt DEM-CAPS das übergeordnete Ziel, einen gesundheitsökonomischen Modellierungsrahmen zu entwickeln und zu validieren, der den Wert psychosozialer Unterstützungsinterventionen für zu Hause lebende Menschen mit mittelgradiger bis fortgeschrittener Demenz sowie ihre pflegenden Angehörigen abbildet. Der Fokus liegt dabei auf patienten- und angehörigen-relevanten Outcomes sowie auf gesundheitsökonomischen Endpunkten, wie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, den Kosten und den Versorgungsübergängen. Die Entwicklung des Modells erfolgt in enger Abstimmung mit Entscheidungsträgern des Gesundheitswesens und Patientenorganisationen, um eine hohe Praxisrelevanz und Anschlussfähigkeit an Erstattungs- und Bewertungsprozesse sicherzustellen. Das deutsche Teilprojekt leistet hierzu einen zentralen Beitrag, indem es den Zusammenhang zwischen psychosozialen und gesundheitsökonomischen Outcomes systematisch untersucht. Hierzu werden vorhandene Daten aus Studien zusammengeführt, harmonisiert und geneinsam ausgewertet. Ziel ist es, psychosoziale Outcomes als potenzielle Surrogatmarker für gesundheitsökonomische Endpunkte zu validieren und diese Evidenz für Entscheidungsprozesse zur Implementierung psychosozialer Interventionen im Gesundheitswesen nutzbar zu machen.