Teilprojekt eines Verbundes

Klinische Studie bei Menschen mit Adipositas zum Vergleich zweier Ernährungsstrategien zum Gewichtserhalt nach Gewichtsverlust durch Semaglutid

Förderkennzeichen: 01EA2601
Fördersumme: 799.183 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2030
Projektleitung: Prof. Dr. Knut Mai
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin (einschl. Arbeitsbereich Lipidstoffwechsel)
Luisenstr. 13
10117 Berlin

GLP-1-Agonisten haben die Adipositastherapie grundlegend verändert. Aber Gewichtszunahme, Abschwächung kardiometabolischer Vorteile nach Therapiebeendigung sowie beträchtliche Kosten verdeutlichen die Notwendigkeit von Alternativen. Dieser Herausforderung wird mit DIET-SLIM begegnet - einer randomisiert-kontrollierten multizentrischen Studie, in der die Wirksamkeit zweier Ernährungsstrategien zur Aufrechterhaltung eines Gewichtsverlusts nach Semaglutid bei Adipositas verglichen wird. Spezifisch wird eine 12-monatige Intervention auf Basis intermittierender Phasen hypokalorischer Diät (VLCD) mit einer vegetarischen Ernährung verglichen, welche durch Bereitstellung ausgewählter Lebensmittel ergänzt wird. Dieser Ansatz hat in NutriAct eine ausgezeichnete Adhärenz gezeigt. Die zentrale Hypothese überprüft eine Nicht-Unterlegenheit dieser Therapiestrategie im Vergleich zu den intermittierenden Phasen einer VLCD. Über Endpunkte wie Körpergewicht, Fett- & Muskelmasse und kardiometabolische Risikomarker hinaus werden Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) erfasst und Bioproben gesammelt, um explorative Analysen zu ermöglichen. Diese Analysen werden die Identifikation von Endotypen, die am stärksten von der jeweiligen Strategie profitieren, erleichtern und damit die Entwicklung maßgeschneiderter Interventionen ermöglichen. DIET-SLIM berücksichtigt auch die ökologischen Vorteile vegetarischer Ernährung und adressiert breitere gesellschaftliche Herausforderungen. Die geplante Studie wird als internationale Zusammenarbeit durchgeführt und erlaubt durch die Einbeziehung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen eine breitere Bewertung der Effekte. Dieser Ansatz erhöht die Glaubwürdigkeit der gewonnenen Daten und stärkt die Generalisierbarkeit der Ergebnisse. Die Charité übernimmt die Sponsorschaft in diesem Kooperationsprojekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Lettland, Tschechien und Österreich im Rahmen der Europäischen Partnerschaft ERA4Health.