| Förderkennzeichen: | 01ED2602 |
| Fördersumme: | 358.234 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Martina Roes |
| Adresse: |
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft, Standort Witten Stockumer Str. 12 58453 Witten |
Demenz ist ein Syndrom mit vielfältigen Ursachen, doch Forschung und klinische Praxis konzentrieren sich nach wie vor weitgehend auf die Alzheimer-Krankheit (AD), die häufigste Form. Seltenere Demenzerkrankungen wie beispielsweise frontotemporale Demenz (FTD), finden in der Forschung, der klinischen Praxis und der öffentlichen Diskussion deutlich weniger Beachtung (Barker et al., 2002; Jones et al. 2014). Dies korrespondiert mit einem eingeschränkten Bewusstsein, nicht identifizierter Bedarfe und unzureichender Unterstützung sowie einem Mangel an maßgeschneiderten Interventionen für diese Personengruppe. Durch sechs miteinander verbundene Arbeitspakete integriert dieses Projekt partizipative Forschung, digitales Monitoring, Lernelemente und eine intersektionale Perspektive um sowohl Aspekte sozialer Gesundheit (Droes et al., 2017), sozialer und struktureller Benachteiligungen als auch Übergänge im Versorgungssystem für Menschen mit FTD (in unterschiedlichen Stadien der Erkrankung) zu verbessern. Das Arbeitspaket 3 dient vor allem dem förderpolitischen Ziel der Identifizierung von Versorgungslücken, die Menschen mit einer FTD in verschiedenen Gesundheitssystemen (teilnehmende Länder am Vorhaben) erleben und der Entwicklung von Ideen und Konzepten zur Bearbeitung erlebter Benachteiligungen.