| Förderkennzeichen: | 01KI2526 |
| Fördersumme: | 209.970 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2027 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Christina Ehrhardt |
| Adresse: |
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Sektion für Experimentelle Virologie Hans-Knöll-Str. 2 07745 Jena |
Luftverschmutzung durch Feinstaub aus Industrie, Verkehr und der Verbrennung fossiler Brennstoffe gilt weltweit als bedeutendes Gesundheitsrisiko. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an den Folgen. Neben chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kann Feinstaub auch die körpereigene Abwehr schwächen – und damit die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Infektionen mit Influenza-A-Viren (IAV) und/oder Schimmelpilzen wie Aspergillus fumigatus können bei ihnen schwere, teils lebensbedrohliche Lungeninfektionen auslösen. Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Luftverschmutzung die Ausbreitung und Schwere solcher Infektionen zusätzlich verstärken kann. Doch wie genau Feinstaubexposition das Zusammenspiel von Krankheitserregern und Immunsystem beeinflusst, ist bisher kaum erforscht. Ziel dieses Projektes ist es, diese Wissenslücke zu schließen. Mit Hilfe verschiedener Zellkultur- und Gewebemodellen wird untersucht, wie Feinstaub die Ausbreitung von Krankheitserregern, die zelluläre Signalübertragung und die Immunreaktion beeinflusst. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einer besseren Beurteilung von schweren Krankheitsverläufen und der Identifikation von Angriffspunkten für neue Interventionsstrategien beitragen. Darüber hinaus leisten sie einen bedeutsamen Beitrag zur besseren Bewertung zukünftiger Gesundheitsrisiken durch Umweltverschmutzung und zur Entwicklung präventiver Maßnahmen.