Einzelprojekt

Einfluss der Ökophysiologie auf die Virusausscheidung bei Nilflughunden mittels Immunprofilen, Stress- und Umweltindikatoren

Förderkennzeichen: 01KI2527
Fördersumme: 174.785 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2027
Projektleitung: Prof. Anca Dorhoi
Adresse: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Immunologie
Südufer 10
17493 Greifswald

Das Projekt konzentriert sich auf die Umsetzung einer Primärprävention, d. h. die Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern von Tieren auf den Menschen, durch einen One-Health-Ansatz, bei dem Maßnahmen an der Schnittstelle zwischen Menschen, Tier und Umwelt ergriffen werden. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass Fledertiere während der Trächtigkeit geringere Mengen an Viren ausscheiden als während der Zeit, in der die Tiere nicht trächtig sind. Die Studie soll daher, die Rolle der Trächtigkeit bei Flughunden für die Virusausscheidung und für die antivirale Immunität aufklären. Um das zu erreichen werden Untersuchungen im Feld, geoklimatische Daten und die Erstellung von Fingerprints des Immunsystems der Nilflughunde kombiniert. In einem Kollaborationsprojekt mit Kolleginnen und Kollegen aus Südafrika werden RNA-Sequenzierungen eingesetzt, um Expressionssignaturen der Blutzellen aufzudecken und mit Hilfe quantitativer Massenspektrometrie die Zytokinspiegel im Serum bestimmen. Darüber hinaus werden Klima- und ökologische Daten sowie Stressfaktoren einbezogen, um Kausalitäten zu erkennen und ein multifaktorielles Modell für das Ausscheidungsrisiko erstellen zu können. Die Studie wird klären, wie sich die Trächtigkeit bei Flughunden auf deren Immunität auswirkt und dadurch einen kausalen Zusammenhang zwischen Trächtigkeit und Virusausscheidung herstellen sowie Prädiktoren für die Gesundheit von Flughunden und Umwelt ermitteln.