Einzelprojekt

Transformation Personalisierter Therapien bei AML durch ein integriertes Europäisches Multi-Omics Netzwerk

Förderkennzeichen: 01KU2606
Fördersumme: 299.343 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Sascha Dietrich
Adresse: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Hämatologie, Onkologie und klinische Immunologie
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine sehr heterogene Erkrankung mit unterschiedlichem Therapieansprechen von Patientinnen und Patienten trotz gleicher genetischer Profile. Der Verbund TRANS-AML-EU entwickelt neue, datengetriebene Krankheitsmerkmale (DDHMs), die mehrere biologische Eigenschaften gleichzeitig abbilden. Diese werden in Translational Tool Boxes (TTBs) übersetzt. Das sind kleine, standardisierte Test- und Entscheidungssets für die Klinik. Konkret werden genetische und molekulare Messungen aus Blut/Knochenmark mit Labor-Tests verbunden, in denen Leukämiezellen mit Medikamenten inkubiert werden. Mit modernen Auswertemethoden entstehen DDHMs. Diese helfen, die wirksamste Therapie schneller zu finden und unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden. Für die Anwendung in der Routine reduziert der Verbund komplexe Analysen auf kliniknahe Minimalpanels mit klaren Qualitätskriterien und kurzen Durchlaufzeiten. Die Verfahren werden über Ringversuche und ein qualitätsgesichertes Vorgehen an mehreren Standorten geprüft. Ziel ist, Entscheidungen der Tumorboards zu unterstützen – schnell, reproduzierbar und dezentral – damit mehr Betroffene früh die passende Behandlung erhalten. Die Universität Düsseldorf fungiert in diesem Verbund als Schnittstelle zwischen Laborforschung und klinischer Anwendung. Es etabliert die DDHMs gemeinsam mit den Bioinformatikern an den anderen Zentren, leitet bei der TTB-Entwicklung die Methoden in klinisch anwendbare Rahmen und etabliert federführend die Umsetzung an der Klinik. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "TRANS-AML-EU" der Förderinitiative "EP PerMed". Der Verbund wird durch eine finnische Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt acht Projektpartner.