Einzelprojekt

Systemmedizin in der Psychiatrie – Verbesserung des Ansprechens auf Behandlungen durch Multi-Omics-Ansätze und Multimodell-Biomarker

Förderkennzeichen: 01ZU2511
Fördersumme: 2.389.778 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Dr. Lea Zillich
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Hauptstr. 5
79104 Freiburg

Das Forschungsprogramm zielt auf die Verbesserung der Präzisionsmedizin für psychische Erkrankungen ab. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf der Depression. Ziel ist es durch die Integration klinischer Daten mit Multi-Omics-Daten wie DNA-Methylierung, Gen- und Proteinexpression das Therapieansprechen vorherzusagen und Krankheitsmechanismen besser zu verstehen. Zudem sollen die Daten für Drug Repositioning genutzt werden. Im Projekt soll ein multi-modaler Prädiktor für das Ansprechen auf Antidepressiva (ADR) entwickelt und validiert werden, sowie ein Ansatz für Drug Repositioning bei Depressionen getestet werden, um die Behandlungsdauer zu verkürzen, sowie die Chronizität und die Belastung durch Depressionen zu reduzieren. Das Projekt integriert klinische und molekulare Daten aus deutschen und internationalen klinischen und populationsbasierten Kohorten. Zudem wird das Vorhaben wichtige Beiträge zur standardisierten Auswertung von Multi-Omics-Datensätzen leisten. Es soll ein Multi-Omics-Marker unter Verwendung einer Kombination aus Methoden der medizinischen Informatik, Epidemiologie und Statistik, entwickelt werden, der nach einer Validierung ein evidenzbasiertes Entscheidungsunterstützungssystem zur Behandlung von Depressionen darstellen soll. Insbesondere wird das Vorhaben die derzeitigen systemmedizinischen Ansätze in der Psychiatrie erheblich verbessern. Etablierte Ansätze zur Integration von Multi-Omics-Daten aus klinischen Stichproben werden erweitert und die Ergebnisse mithilfe von maschinellem Lernen und KI-basierten Tools priorisiert. Der hier entwickelte Analyseansatz soll auch als Vorlage für zukünftige Projekte und Kooperationen im Bereich verwandter Phänotypen dienen.