Einzelprojekt

Summer School zur geschlechtersensiblen Omics-Analyse bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (Modul 4)

Förderkennzeichen: 01GN2610
Fördersumme: 38.500 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Dr. Neha Mishra
Adresse: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Institut für Klinische Molekularbiologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel

Biologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern beeinflussen zentrale Mechanismen des Immunsystems, darunter die Aktivierung und Differenzierung von Immunzellen, Zytokinprofilen sowie angeborene und adaptive Immunantworten. Diese immunologischen Unterschiede wirken sich besonders auf die Entstehung und den Verlauf chronischer Entzündungserkrankungen aus. So zeigen Frauen z. B. häufiger Autoimmunphänomene, während Männer schwerere Verläufe von bestimmten Infektionskrankheiten aufweisen. Entsprechend unterscheiden sich Prävalenz, Krankheitsverlauf und Therapieansprechen bei vielen immunvermittelten Erkrankungen zwischen den Geschlechtern. Trotz dieser gut belegten Unterschiede werden geschlechtsspezifische Faktoren in der Analyse klinischer und molekularer Daten (insbesondere in hochdimensionalen "Omics"-Studien) bislang häufig nicht systematisch berücksichtigt. Genau hier setzt die geplante Summer School an: Sie schult den wissenschaftlichen Nachwuchs darin, solche Unterschiede in der genomischen Forschung zu erkennen und angemessen zu berücksichtigen. Das geplante Programm kombiniert Vorlesungen und Seminare zu klinischen und immunologischen Aspekten mit praktischen Übungen zur Analyse molekularer Daten. Die Teilnehmenden lernen, molekulare "Genomics"-Studien zu konzipieren und komplexe Datensätze bioinformatisch so auszuwerten, dass biologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern sichtbar werden. Moderne integrative Ansätze, etwa Einzelzellanalysen und die integrative Verknüpfung verschiedener genomischer Datenebenen, werden dabei gezielt eingesetzt. Ziel ist es, Kompetenzen zu stärken, die zu einer robusteren und inklusiveren biomedizinischen Forschung beitragen.