Einzelprojekt

Summer School zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Infektiologie, von der Zelle über Immunprozesse bis zu Therapie und Arzneimittelwirkung (Modul 4)

Förderkennzeichen: 01GN2607
Fördersumme: 41.821 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Dr. Cathrin Kodde
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Fächerverbund für Infektiologie, Pneumologie und Intensivmedizin
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Ziel der Summer School ist es, junge Forschende aus Medizin und Naturwissenschaften für die Bedeutung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Infektionsforschung zu sensibilisieren. Denn noch immer werden geschlechtsbezogene Faktoren bei Frauen, Männern und Menschen mit unterschiedlicher Geschlechtsidentität in vielen Studien nicht ausreichend berücksichtigt. Der Fokus der Summer School liegt darauf, dass solche Differenzen bereits auf zellulärer Ebene bestehen und sich über immunologische Prozesse bis in den Krankheitsverlauf, die Therapie und die Arzneimittelwirkung hinein auswirken. Durch Vorträge, Workshops und gemeinsamen Diskussionen werden diese Themen verständlich erklärt und zusammen erarbeitet. Dabei geht es auch um bestehende Lücken in der Datenerhebung und wie diese künftig vermieden werden können, indem Sie ein Verständnis für mögliche Unterschiede entwickeln und warum sie in Forschung und Behandlung beachtet werden sollten. Die Teilnehmenden erwerben zudem praktische Fähigkeiten. Sie lernen, wie Studien so geplant werden können, dass geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt werden, wie Ergebnisse sorgfältig ausgewertet werden und wie eine klare und inklusive Sprache in der Wissenschaft verwendet wird. Das erworbene Wissen soll unmittelbar in eigene Projekte und das wissenschaftliche Arbeiten einfließen. Die Summer School fördert dabei den interdisziplinären Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen. Durch die gemeinsame Arbeit in einer kleinen Gruppe sowie begleitende Veranstaltungen entsteht ein Raum für Dialog und Vernetzung. Auf diese Weise werden nachhaltige Kontakte geknüpft, die zukünftige Kooperationen ermöglichen und langfristig zu einer gerechteren Forschungspraxis beitragen.