Einzelprojekt

Summer School zu Geschlechterwendigkeit bei Psychischen Erkrankungen – wie Diagnose und Therapie verbessert werden können (Modul 4)

Förderkennzeichen: 01GN2604
Fördersumme: 50.000 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Prof. Dr. Anke Hinney
Adresse: Universitätsklinikum Essen AöR
Hufelandstr. 55
45147 Essen

Damit Menschen aller Geschlechter gleichermaßen vom Gesundheitssystem profitieren, müssen geschlechterspezifische Effekte besser verstanden und in Diagnose und Therapie berücksichtigt werden. Psychische Erkrankungen nehmen seit Jahren zu und weisen deutliche Geschlechterunterschiede auf, die in der klinischen Praxis bislang unzureichend berücksichtigt werden. Ziel von SPIRIT 2.0 ist, gemeinsam mit den Teilnehmenden geschlechterspezifische Unterschiede ausgewählter psychischer Erkrankungen zu analysieren und wissenschaftliche Erklärungsansätze zu diskutieren. Das Projekt knüpft an SPIRIT 1.0 (2025) an und stärkt den Wissenstransfer zu geschlechterspezifischen Aspekten psychischer Erkrankungen. Neue Schwerpunkte in Neuroimaging und KI-Ethik greifen aktuelle Entwicklungen in Forschung und Praxis auf. Ein zentraler Bestandteil ist die Einbindung von Patientinnen und Patienten, die über Selbsthilfegruppen rekrutiert werden. Anhand konkreter Fallbeispiele analysieren Teilnehmende und Patientinnen sowie Patienten gemeinsam geschlechterspezifische Unterschiede in Krankheitswahrnehmung, Symptombewältigung und Nutzung von Hilfsangeboten. Zudem wird reflektiert, welche Rolle Geschlecht bzw. Gender im diagnostischen und therapeutischen Prozess spielt. Ergänzend stellen Simulationspersonen geschlechterspezifische Unterschiede der Erkrankungen dar und machen diese praxisnah erfahrbar. Die entwickelten Lehrmaterialien und Skripte sollen veröffentlicht und in die Lehre integriert werden. SPIRIT 2.0 wird durch einen öffentlichen Vortrag ergänzt, der den Wissenstransfer in die Gesellschaft fördert. Eine begleitende Ausstellung vertieft die Auseinandersetzung.