Einzelprojekt

Summer School zu Geschlechteraspekten bei immun-mediierten Erkrankungen - Immunität und Krankheit angesichts von Datenlücken neu überdenken (Modul 4)

Förderkennzeichen: 01GN2606
Fördersumme: 49.652 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Dr. Christina Gehbauer
Adresse: Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP)
Sandhöfer Allee 1
60528 Frankfurt am Main

Etwa 5-7% der westlichen Bevölkerung sind von Immunerkrankungen betroffen. Häufig gibt es dabei geschlechterspezifische Unterschiede in der Symptomatik, dem Krankheitsverlauf und dem Therapieansprechen. Dennoch werden geschlechterspezifische Aspekte in klinischen Studien häufig unzureichend berücksichtigt. Die dreitägige GUIDE2 (Gender, Understanding, Immunity, Diversity, Equality) Summer School richtet sich an Nachwuchsforschende der MINT-Fächer und der Medizin und fokussiert auf immun-mediierte Erkrankungen, integriert jedoch auch andere Disziplinen und Perspektiven, um eine umfassende Sicht auf den Gender Data Gap zu bieten. Sie soll junge Forschende auf Herausforderungen, Chancen und (un)vorhandenes Wissen zu geschlechterspezifischer Forschung bei Immunerkrankungen aufmerksam machen und den fachübergreifenden Austausch fördern. Dazu werden ausgewiesene Experten und Expertinnen verschiedener Disziplinen eingeladen um ihr Wissen mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Wie lässt sich Vielfalt in der klinischen Forschung erfassen, und welche Herausforderungen sind damit verbunden? Welche geschlechterspezifischen Unterschiede gibt es im Gesundheitsverhalten, der Diagnostik und der Therapie von Immunerkrankungen und wie lassen sie sich erklären? Welche Technologien können den Gender Data Gap reduzieren? Entsprechend dem Fraunhofer-4D-Konzept (Drug, Data, Devices, Diagnostics) werden biomedizinische Fragestellungen mit innovativen technologischen Ansätzen verknüpft. In interaktiven Formaten erwerben die Teilnehmenden zudem Kompetenzen in partizipativer Forschung und Wissenschaftskommunikation. Die GUIDE2 Summer School sensibilisiert für Wissen und Forschungslücken in der geschlechterspezifischen Forschung zu Immunerkrankungen und befähigt die Teilnehmenden, ihren eigenen Forschungsbereich kritisch zu reflektieren, neue Perspektiven einzunehmen und im Austausch miteinander zukunfts-orientierte Projektideen zu entwickeln.