| Förderkennzeichen: | 01GN2643 |
| Fördersumme: | 339.320 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | Dr. Marija Radic |
| Adresse: |
Helmholtz-Zentrum Dresden, Rossendorf e.V., Stabsabteilung Mensch & Technologie des HZDR Bautzner Landstraße 400 01328 Dresden |
Die Forschung zeigt, dass Männer und Frauen unterschiedlich auf nuklearmedizinische Diagnosen und Behandlungen reagieren können. Unterschiede in der Körperzusammensetzung, im Hormonspiegel und in der Strahlendosis im Verhältnis zum Körpergewicht können zu diesen Effekten beitragen, doch viele Studien analysieren die Ergebnisse nach wie vor nicht getrennt für Männer und Frauen. Dies führt zu erheblichen Wissenslücken. Das VOICE-RP-Projekt zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen, indem es die wichtigsten offenen Forschungsfragen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der radiopharmazeutischen Diagnose und Therapie von Krebs identifiziert. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass zukünftige Forschungsarbeiten die Bedürfnisse und Erfahrungen von Patientinnen und Patienten, Pflegenden sowie Klinikern und Klinikerinnen gleichermaßen widerspiegeln. Das Projekt folgt einem strukturierten und transparenten Prozess zur Prioritätensetzung (Priority Setting Partnership, PSP), der von der James Lind Alliance (JLA) entwickelt wurde und Literaturrecherchen, Umfragen und interaktive Workshops kombiniert. Patientinnen und Patienten, medizinisches Fachpersonal und Pflegende werden gemeinsam Unsicherheiten sammeln, diese priorisieren und sich auf eine Liste der Top 10 Forschungsprioritäten einigen. Langfristig haben diese Ergebnisse ein großes Potenzial, über den Forschungsbereich hinaus Anwendung zu finden, indem sie als Grundlage für Förderentscheidungen dienen, klinische Studien beeinflussen und eine personalisiertere und gerechtere Krebsbehandlung für Frauen und Männer unterstützen.