| Förderkennzeichen: | 01KU2613 |
| Fördersumme: | 295.159 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | Prof. Felix Meißner |
| Adresse: |
Universitätsklinikum Bonn, Institut für Angeborene Immunität Venusberg-Campus 1 53127 Bonn |
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines signalweg-basierten, personalisierten Ansatzes zur verbesserten Diagnose und Therapie nicht eindeutig definierter systemischer autoinflammatorischer Erkrankungen (uSAIDs). Trotz umfassender genetischer Diagnostik bleibt ein Großteil der Betroffenen ohne klare Krankheitszuordnung und erhält keine zielgerichtete Therapie. Die Erfolgsrate genetischer Diagnostik bei uSAIDs liegt bei lediglich etwa 30 %, während funktionelle signalweg-orientierte Ansätze bislang nicht systematisch etabliert sind. Das Verbundprojekt BioPATH-SAID adressiert diese Versorgungslücke durch die Identifikation funktioneller immunologischer Dysregulationen, aus denen unmittelbar therapeutische Konsequenzen abgeleitet werden sollen. Hierzu erfolgt im Projekt die systematische Identifikation krankheitsrelevanter inflammatorischer Signalwege mittels integrierter Transkriptom- und Proteomanalysen aus patienteneigenen Proben. Ergänzend werden ex vivo-Funktionsassays zur Validierung der Signalwege sowie zur Entwicklung klinisch verwertbarer Biomarker eingesetzt. KI-gestützte Analyseverfahren dienen der Verknüpfung molekularer Signaturen mit klinischen Phänotypen und der Vorhersage des Therapieansprechens. Am Universitätsklinikum Bonn werden hierzu massenspektrometriebasierte Proteomanalysen immunologischer Signalwege durchgeführt. Ziel ist es, mittels hochauflösender Proteomik insbesondere aus peripheren mononukleären Blutzellen (PBMCs) funktionelle Protein- und Signalnetzwerke zu identifizieren, die patientenspezifische Immunantworten widerspiegeln. Diese Arbeiten liefern eine zentrale funktionelle Ebene für die Interpretation pharmakogenomischer Effekte und tragen wesentlich zur Ableitung potenzieller Biomarker für personalisierte medizinische Ansätze. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "BioPATH-SAID" der Förderinitiative "EP PerMed". Der Verbund wird durch eine türkische Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt fünf Projektpartner.