Einzelprojekt

Post-hoc-Analysen zur geschlechterdifferenzierten Modifikation: Übergewicht, Viszerale Dynamik & Energieumsatz (Modul 2)

Förderkennzeichen: 01GN2626
Fördersumme: 49.999 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: 49999
Adresse: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)
Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Adipositas (starkes Übergewicht) ist nicht gleich Adipositas. Während Männer Fett häufig im Bauchraum zwischen den Organen speichern (viszerales Fett), neigen Frauen oft zu einer anderen Verteilung. Dieses "innere Bauchfett" ist besonders gefährlich, da es Entzündungen fördert und das Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen massiv erhöht. Trotz biologischer Unterschiede werden Männer und Frauen in der Medizin oft nach demselben Schema behandelt, da Daten zu Geschlechterunterschieden bei Krankheiten und Therapien oft fehlen. Dieses Phänomen wird als "Gender Data Gap" bezeichnet. Das Projekt G-MOVE möchte diese Wissenslücke für Bewegungstherapien bei Adipositas schließen. Es werden Daten der bereits abgeschlossenen STEN-Studie genutzt, in der über zwei Jahre hinweg untersucht wurde, wie effektiv Krafttraining im Vergleich zu Ausdauertraining bei Teilnehmenden wirkt. Die neue Analyse konzentriert sich gezielt auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Es soll herausgefunden werden, ob Männer und Frauen unterschiedlich stark von den verschiedenen Trainingsformen profitieren. Die Größe des Bauchfetts und der Stoffwechselrate wurden während der zwei Jahre regelmäßig gemessen. Nun wird untersucht, ob diese sich bei Männern und Frauen unterschiedlich verändern. Zudem werden Blutwerte auf Entzündungsbotenstoffe hin untersucht. Das Ziel von G-MOVE ist es, wissenschaftlich zu belegen, welche Trainingsform für welches Geschlecht am besten geeignet ist. Damit wird die Grundlage für maßgeschneiderte Therapieempfehlungen geschaffen, die die Gesundheit von Männern und Frauen nachhaltig verbessern.