Einzelprojekt

Post-hoc-Analysen zu geschlechterspezifischen Assoziationen von Dyslipidämie und Karotis-Intima-Media-Dicke bei Kindern und Jugendlichen mit chronischer Nierenerkrankung (Modul 2)

Förderkennzeichen: 01GN2630
Fördersumme: 49.984 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Anette Melk
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Zentrum Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Klinik für Kinderheilkunde, Päd. Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Nierenerkrankung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen. Erste Veränderungen der Blutgefäße können bereits im Kindesalter auftreten und später zu schweren Komplikationen führen. Beobachtungen deuten darauf hin, dass Mädchen teilweise stärker betroffen sein könnten als Jungen, die Gründe hierfür sind jedoch nicht ausreichend untersucht. In einer großen, vom Bund geförderten Langzeitstudie wurden Kinder und Jugendliche mit fortgeschrittener Nierenerkrankung über mehrere Jahre begleitet, auch wenn sie eine Dialysebehandlung oder eine Nierentransplantation erhielten. Dabei wurden regelmäßig Blutfettwerte gemessen sowie die Dicke der Halsschlagader per Ultraschall bestimmt, ein anerkanntes Maß für frühe Gefäßveränderungen. Im Projekt sollen diese bereits erhobenen Daten erneut ausgewertet werden, diesmal mit besonderem Blick auf Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Untersucht wird, ob sich Blutfettwerte zwischen den Geschlechtern unterscheiden und ob diese Werte bei Mädchen und Jungen unterschiedlich mit Veränderungen der Gefäßwand zusammenhängen. Ziel ist es, das Herz-Kreislauf-Risiko bei Kindern mit Nierenerkrankung künftig genauer und geschlechtersensibel einschätzen zu können.