Einzelprojekt

Post-hoc-Analyse zu geschlechts- und altersabhängigen Unterschieden in genetischen Subtypen, Therapieansprechen und Outcomes bei pädiatrischer ALL (Modul 2)

Förderkennzeichen: 01GN2633
Fördersumme: 48.000 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Prof. Dr. Anke Katharina Bergmann
Adresse: Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Klinische Genetik und Genommedizin
Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg

Bei der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL), der häufigsten Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter, können heute die meisten Kinder geheilt werden, aber die Therapie ist sehr intensiv und kann akute Nebenwirkungen sowie Spätfolgen verursachen. Deshalb wird in großen ALL-Therapieprotokollen-Studien versucht, jedes Kind so zu behandeln, dass es "so viel Therapie wie nötig, so wenig wie möglich" erhält. Dazu werden genetische Unterformen der Erkrankung und das frühe Ansprechen auf die Therapie berücksichtigt. Bekannt ist, dass Jungen etwas häufiger an ALL erkranken als Mädchen, aber es ist nicht systematisch geklärt, ob Mädchen und Jungen, je nach Alter und genetischer Unterform, unterschiedlich auf die Behandlung reagieren oder unterschiedliche Risiken für Rückfälle und Belastungen haben. Genau das untersucht Gender4ALL: Es werden bereits vorhandene Daten aus den ALL-BFM-Studien nachträglich ausgewertet und geprüft, ob sich geschlechts- und altersabhängige Unterschiede in Unterformen, frühem Therapieansprechen, Rückfällen und Nebenwirkungen und Langzeitfolgen zeigen. Ziel ist, solche Muster zuverlässig zu erkennen und daraus konkrete Empfehlungen abzuleiten, wie Geschlecht und Alter in zukünftigen ALL-Studien konsequenter berücksichtigt werden können, um Übertherapie zu vermeiden, Spätfolgen zu reduzieren und die Nachsorge gezielter zu planen, insbesondere für Kinder, die ein niedriges Risiko haben, aber bisher sehr intensiv behandelt werden.