| Förderkennzeichen: | 01GN2632 |
| Fördersumme: | 49.902 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2027 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Thomas Ebert |
| Adresse: |
Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie Liebigstr. 20 04103 Leipzig |
FAIR-AF2 untersucht, ob Frauen und Männer nach einem Schlaganfall unterschiedlich von einer intensiven Herzrhythmus-Überwachung profitieren, die Herzrhythmusstörungen früh erkennt, mit Blutverdünnern behandelt und erneute Schlaganfälle verhindern soll. FAIR-AF2 nutzt Daten der FIND-AF2-Studie, einer der größten DFG-geförderten "Investigator initiated Trials" in Deutschland mit >5.000 Patientinnen und Patienten, in der die Hälfte eine stärkere Überwachung bekam, und prüft, ob der Nutzen je nach Geschlecht variiert, z. B. bei der Erkennung von Herzproblemen, dem Start von Medikamenten oder dem Risiko für einen weiteren Schlaganfall. Das Vorhaben will klären, ob die Herzrhythmusüberwachung Frauen stärker oder schwächer schützt als Männer, z. B. durch weniger neue Schlaganfälle oder bessere Funktion im Alltag. Es sucht nach Hinweisen, warum manche Patientinnen und Patienten mehr oder weniger profitieren und prüft, ob gängige Risikobewertungen für Herz-Kreislauferkrankungen das Geschlecht richtig berücksichtigen. Zudem prüft FAIR-AF2, ob verschiedene Fragebögen zur Alltagsbewältigung von Frauen häufiger oder weniger häufig ausgefüllt werden und ob die Fragen anders beantwortet werden als von Männern. Die Ergebnisse sollen helfen, Behandlungen gezielter auf Frauen oder Männer abzustimmen, um eine bessere medizinische Versorgung zu schaffen.