Fördermaßnahme

Pathomechanismen der Endometriose

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2023
Förderzeitraum: 2024 - 2027
Gesamte Fördersumme: bis zu 22 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 5 Verbundvorhaben

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Das Bundesministerium für  Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert diese Fördermaßnahme mit dem Ziel, die Pathomechanismen der Endometriose näher zu erforschen. Durch ein besseres Verständnis der Entstehung und unterschiedlichen Ausprägung der Erkrankung sollen sich Ansätze für die Verbesserung der Prävention, Diagnose und Therapie ableiten lassen. In interdisziplinären Verbünden mit Forschenden aus der Grundlagen- und klinischen Forschung sollen die wesentlichen Forschungsfragen beantwortet werden und sich weitere Ansatzpunkte für die translationale Forschung ableiten lassen. Hierdurch sollen neue Lösungsansätze identifiziert werden, um die Versorgung der Betroffenen verbessern zu können.

2. Stand der Fördermaßnahmen

Die Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen der Endometriose“ wurde im September 2023 veröffentlicht. Unter Beteiligung eines internationalen Gutachtergremiums wurden fünf Forschungsverbünde zur Förderung ausgewählt. Die Förderung erfolgt zunächst für die Dauer von drei Jahren.

Einzelprojekte

ICER 2026 - Internationale Konferenz zur Endometrioseforschung

Förderkennzeichen: 01EJ2601
Gesamte Fördersumme: 498.573 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2027
Projektleitung: Prof. Dr. Sylvia Mechsner
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie
Mittelallee 9
13353 Berlin

ICER 2026 - Internationale Konferenz zur Endometrioseforschung

Die International Conference on Endometriosis Research (ICER 2026) ist eine internationale, nicht-kommerzielle Fachkonferenz, die im November 2026 in Berlin geplant ist. Ziel des Vorhabens ist es, aktuelle Erkenntnisse aus der Endometrioseforschung zusammenzuführen, den internationalen Austausch zu stärken und neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Klinik und Patientinnen zu fördern. Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die weltweit Millionen von Frauen betrifft, jedoch nach wie vor unzureichend erforscht ist. ICER 2026 bringt führende Forschende aus der Grundlagenforschung, klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte, Nachwuchsforschende sowie Patientinnen zusammen. Thematisch deckt die Konferenz zentrale Bereiche ab, darunter Schmerzmechanismen, Entzündungsprozesse, Fibrose, Fruchtbarkeit, Lebensqualität sowie innovative experimentelle Modelle. Die Konferenzsprache ist Englisch, um eine breite internationale Beteiligung zu ermöglichen. Die Veranstaltung umfasst zwei wissenschaftliche Konferenztage mit Vorträgen, Postersessions und Diskussionsformaten sowie einen eigenen Patientinnentag. Dieser wird gemeinsam mit der Endometriose-Vereinigung Deutschland gestaltet und richtet sich gezielt an Betroffene, Angehörige und Selbsthilfegruppen. In verständlicher Form werden aktuelle Forschungsergebnisse, Therapieansätze und alltagsrelevante Themen wie Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit vermittelt. Formate wie "Meet Your Scientist" fördern den direkten Dialog zwischen Patientinnen und Forschenden. Die Organisation erfolgt durch die Charité in Zusammenarbeit mit einem internationalen wissenschaftlichen Komitee und einer professionellen Kongressagentur. Eine Industriebeteiligung ist ausdrücklich ausgeschlossen, um wissenschaftliche Unabhängigkeit und Transparenz zu gewährleisten. ICER 2026 stärkt die Sichtbarkeit der Endometrioseforschung, fördert die internationale Vernetzung der vom BMFTR geförderten Verbundprojekte und unterstützt den Wissenstransfer.