Einzelprojekt

NAKO-SPE - Aufbau einer Secure Processing Environment (SPE) für Daten der Gesundheitsforschung in der NAKO Gesundheitsstudie

Förderkennzeichen: 01ER2601
Fördersumme: 3.402.896 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Annette Peters
Adresse: NAKO e.V.
Am Taubenfeld 21/2
69123 Heidelberg

Die zunehmende Verfügbarkeit umfangreicher Gesundheitsdaten eröffnet neue Möglichkeiten für die medizinische Forschung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit im Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten. Derzeit existieren in Deutschland überwiegend isolierte Lösungen für den sicheren Datenzugang, die nur eingeschränkt interoperabel und skalierbar sind. Ziel des Vorhabens ist der Aufbau, Betrieb und die Evaluation einer deutschlandweit anschlussfähigen Secure Processing Environment (SPE) für Gesundheitsdaten. Die SPE stellt eine sichere digitale Forschungsumgebung bereit, in der autorisierte Forschende Gesundheitsdaten analysieren können, ohne dass diese die geschützte Infrastruktur verlassen. Dadurch werden Datenschutz, Datensicherheit und Datensouveränität gestärkt und gleichzeitig hochwertige Forschung ermöglicht. Als Pilotplattform dient die NAKO Gesundheitsstudie, die aufgrund ihrer Größe, Datenvielfalt und etablierten Qualitäts- und Governance-Strukturen ideale Voraussetzungen für die Entwicklung und Erprobung einer solchen Infrastruktur bietet. Im Rahmen des Vorhabens werden die technische Plattform, Datenschutzkonzepte sowie Verfahren für den kontrollierten Datenzugang entwickelt und in den laufenden Forschungsbetrieb integriert. Darüber hinaus werden Konzepte für den langfristigen Betrieb und die Einbindung weiterer Gesundheitsdatenquellen erarbeitet. Die Infrastruktur orientiert sich an offenen Standards und den FAIR-Prinzipien, um ihre Interoperabilität und zukünftige Erweiterbarkeit sicherzustellen. Langfristig soll die entwickelte SPE als Referenzmodell für weitere Forschungsdateninfrastrukturen dienen und den sicheren Zugang zu Gesundheitsdaten für Wissenschaft und Forschung erleichtern. Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer leistungsfähigen nationalen Gesundheitsdateninfrastruktur.