| Förderkennzeichen: | 01KU2609 |
| Fördersumme: | 288.333 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Sergi Papiol Miro |
| Adresse: |
Max-Planck-Institut für Psychiatrie Kraepelinstr. 2-10 80804 München |
Im Rahmen der Präzisionsmedizin ist das übergeordnete Ziel des Vorhabens die frühzeitige Erkennung des Risikos für therapieresistente Schizophrenie (TRS) und antipsychotikainduzierte Nebenwirkungen (AISE) bei Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie (SCZ) mithilfe eines multi-omischen pharmakogenomischen Prädiktors, der im Blut messbar ist. Hierzu werden die eng miteinander verknüpften pharmakogenomischen Signaturen aus Liquor (CSF) und Serum zur Identifikation wirkstoffspezifischer individueller Netzwerke (Individual Specific Networks, ISN) genutzt, die im Serum abbildbar sind. Dies stellt eine Pilotversion eines klinisch anwendbaren pharmakogenomischen Unterstützungssystems zur personalisierten Abschätzung des TRS /AISE Risikos bei SCZ Patientinnen und Patienten dar. Hauptziele am Standort München (MPI PSY) sind a) die multi-omische Charakterisierung der CSF und Serumproben von MPI-PSY sowie den Kooperationspartnern 1 und 2; b) die Quantifizierung aktiver Metaboliten antipsychotischer Medikamente in CSF und Serum in allen in dieser Studie eingeschlossenen Discovery Proben; c) die Koordination des Gesamtprojekts über die gesamte Laufzeit; d) die Mitwirkung an Disseminations- und Kommunikationsaktivitäten; e) die Beteiligung an der Untersuchung der Implementierung der Forschungsergebnisse dieses Vorhabens in die klinische Praxis. Die zentralen wissenschaftlichen und technischen Ziele am Standort München (MPI PSY) konzentrieren sich auf die Charakterisierung antipsychotikaspezifischer multi-omischer Signaturen in Liquor (CSF) und Serum von 372 tief phänotypisierten Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie (Discovery Proben) und auf die Quantifizierung der Konzentrationen aktiver Metaboliten antipsychotischer Medikamente in Liquor und Serum der Discovery Proben. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "omiCSFit" der Förderinitiative "EP PerMed". Der Verbund wird durch die deutsche Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt sieben Projektpartner.