| Förderkennzeichen: | 01KU2612 |
| Fördersumme: | 300.000 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Matthias Schwab |
| Adresse: |
Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH, Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie Auerbachstr. 112 70376 Stuttgart |
Durch Pharmakogenomik (PGx) lassen sich Arzneimitteltherapien optimieren und Nebenwirkungen reduzieren. Krebspatientinnen und -patienten profitieren bereits von gezielten Therapieentscheidungen. Das Verbundvorhaben verfolgt das Ziel, PGx-Informationen systematisch in MTBs zu verankern, um Wirksamkeit, Sicherheit und Kosteneffektivität onkologischer Therapien weiter zu verbessern. Im Teilvorhaben WP1 wird die Robert Bosch Gesellschaft mit den Verbundpartnern in Heidelberg auf Basis der Präzisionsonkologieprogramme MASTER (Deutschland) und MAPPYACTS 1/2 (Frankreich) sowie weiterer Kohorten bioinformatische Pipeline-Module entwickelt, die Keimbahn- und Tumordaten zu mehr als 700 pharmakologisch relevanten Genen und Wirkstoffzielstrukturen auswerten, und seltene Varianten funktionell bewerten. Module stellen Genotypen sowie Phänotyp-Übersetzungen gemäß CPIC- und DPWG-Richtlinien bereit; dessen Ergebnisse in MTBs zur Therapieentscheidungsfindung implementiert werden. Ein weiteres Modul leitet "multiomics"-basierte PGx-Signaturen (Genomik, Transkriptomik, Epigenomik, Proteomik) ab, die in einer integrativen Analyse Assoziationen zur Expression zeigen sollen und mit klinischen Daten zur Arzneistofftherapie im Zusammenhang mit dem Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkung und fehlendem Therapieansprechen auf Krebsmedikamente untersucht werden. Teilvorhaben WP4 untersucht, wie extrahepatische Tumorerkrankungen individuelle hepatische pharmakogenetische (PGx) Phänotypen beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf das Ansprechen auf Krebsmedikamente hat. Hierzu wird ein nicht-invasiver Liquid-Biopsy-Ansatz auf Basis leberabgeleiteter extrazellulärer Vesikel eingesetzt, der eine innovative Phänotypisierung der Leberfunktion bei Krebspatientinnen und -patienten über den genetischen Ansatz hinaus ermöglicht. Das Vorhaben ist Teil des translationalen Verbundprojekts "PGxMTB" der Förderinitiative "EP PerMed". Der Verbund wird durch eine deutsche Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt sechs Projektpartner.