Einzelprojekt

Geschlechts- und hormonabhängige Post-hoc-Analysen zu therapieinduzierten Toxizitäten und Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten mit kolorektalem Karzinom: ColoCare Studie (Modul 2)

Förderkennzeichen: 01GN2629
Fördersumme: 49.852 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2026
Projektleitung: Dr. Biljana Gigic
Adresse: Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgische Klinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Im Neuenheimer Feld 420
69120 Heidelberg

Das kolorektale Karzinom (KRK) ist eine der häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Dank moderner Untersuchungsverfahren zur Früherkennung und stetiger Fortschritte in der interdisziplinären und personalisierten Behandlung hat sich die Prognose der Erkrankung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dabei rücken neben dem Überleben auch die Lebensqualität (Quality of Life, QoL) und die Verträglichkeit der Therapien in den Fokus. Obwohl Frauen und Männer unterschiedlich häufig und teilweise unterschiedlich schwer am KRK erkranken, werden geschlechtsspezifische Einflüsse in der onkologischen Behandlung bislang kaum berücksichtigt. Hormonelle Faktoren, etwa durch Schwangerschaften, den Beginn der Wechseljahre oder die Anwendung einer Hormonersatztherapie (HRT), könnten jedoch entscheidend beeinflussen, wie Patientinnen therapiebedingte Nebenwirkungen erleben und wie sich ihre QoL über den Krankheitsverlauf hinweg entwickelt. Im Projekt "ColoCare GENLIFE" werden bereits erhobene, longitudinale Daten aus der internationalen, prospektiven Darmkrebsstudie ColoCare1 verwendet, um zu untersuchen, ob und wie reproduktive Faktoren und hormoneller Status von Patientinnen das Auftreten von therapiebedingten Nebenwirkungen sowie die QoL nach der KRK Diagnose beeinflussen und wie sich diese geschlechtsabhängig unterscheiden. Ziel der geplanten Auswertung ist es, eine solide Grundlage für zukünftige Studien zu schaffen, die gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern eingehen und dabei insbesondere hormonelle und reproduktive Faktoren bei Patientinnen berücksichtigen. Dies soll zu besseren, individuelleren Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit KRK führen.