Einzelprojekt

Gender Data Gap in der Psychotherapieforschung von Depression (Modul 1)

Förderkennzeichen: 01GN2622
Fördersumme: 194.038 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Dr. Hannah Klusmann
Adresse: Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Klinisch-Psychologische Intervention
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen in Deutschland und mit erheblichen epidemiologischen und ökonomischen Belastungen verbunden. Dabei bestehen deutliche Unterschiede nach Geschlecht, z. B. erkranken Frauen häufiger an Depressionen als Männer, jedoch haben Männer ein höheres Suizidrisiko. Das geplante systematische Review untersucht, ob Therapieergebnisse getrennt nach Geschlecht berichtet werden und berechnet meta-analytisch ob sich Behandlungserfolge zwischen Geschlechtern unterscheiden. Betrachtet werden dabei Geschlechtsunterschiede in Bezug auf die allgemeine Depressionsschwere als auch einzelne Symptome, Veränderungen über die Zeit, Unterschiede zwischen Messinstrumenten und Therapieformen sowie mögliche Unterschiede bei Therapieabbrüchen. Methodisch werden fünf Datenbanken systematisch nach randomisiert-kontrollierten Primärstudien durchsucht, welche psychotherapeutische Interventionen zur Behandlung von Depressionen untersuchen. Studieninformationen, geschlechtsbezogene Daten und Effektgrößen werden in duplo extrahiert, um die genannten Forschungsfragen zu adressieren. Hierfür werden meta-analytische random-effects Modelle genutzt. Vor dem Hintergrund der ausgeprägten Geschlechterunterschiede von MDE, wird das vorgeschlagene Projekt das Gender Data Gap in der Psychotherapieforschung bei Depressionen adressieren. Damit wird die Grundlage für gezielte und innovative, geschlechtsspezifische Psychotherapieinterventionen geschaffen, um somit die Behandlungsergebnisse für Frauen, Männer und Geschlechterminderheiten zu verbessern und Gesundheitskosten senken.