| Förderkennzeichen: | 01GN2624 |
| Fördersumme: | 50.000 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2026 |
| Projektleitung: | Lea Julia Mertens |
| Adresse: |
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit J 5 68159 Mannheim |
Depressionen sind weit verbreitet und betreffen Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Entsprechend spielen geschlechtsspezifische Faktoren wie Geschlechtshormone wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Behandlung von Depressionen. Psilocybin, ein serotonerges oder klassisches Psychedelikum, mit begleitender Psychotherapie ist ein vielversprechender neuer Therapieansatz, dessen Wirksamkeit auch im Rahmen einer großen deutschen klinischen Studie (EPIsoDE) bei behandlungsresistenter Depression gezeigt wurde. Bislang fehlen Untersuchungen dazu, ob Frauen und Männer unterschiedlich auf die Behandlung reagieren, wobei erste vorläufige Befunde der EPIsoDE Studie auf eine schlechtere Wirksamkeit bei Frauen hindeuten. Dieses Projekt soll diese Wissenslücke adressieren: Ziel ist die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Psilocybin mit begleitender Psychotherapie. Zudem sollen auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei potenziellen Wirkmechanismen (z. B. der akuten subjektiven Erfahrung oder der Pharmakokinetik, d. h. der Metabolisierung des Psilocybins, und Entzündungsmarkern) im Zusammenhang mit der antidepressiven Wirkung untersucht werden. Zentral ist die Frage, ob Frauen und Männer unterschiedlich auf Psilocybin ansprechen und in der Verträglichkeit differieren, und wie hormonelle Faktoren, insbesondere der Menstruationszyklus bei Frauen, das Wirk- und Verträglichkeitsprofil beeinflussen. Die Ergebnisse werden helfen die Therapie mit Psilocybin geschlechtsspezifisch zu optimieren und so zu einer geschlechtssensitiven und personalisierten Entwicklung der Therapie mit Psilocybin beitragen.