Einzelprojekt

Duxdrugs - Entwicklung von DUX4-Inhibitoren zur Therapie herpesviraler Infektionen

Förderkennzeichen: 01KI2517
Fördersumme: 1.052.760 EUR
Förderzeitraum: 2025 - 2027
Projektleitung: Dr. Florian Full
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Universitätsklinikum, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Abt. für Virologie
Hermann-Herder-Str. 11
79104 Freiburg im Breisgau

Das Forschungsziel der "Duxdrugs"-Forschungsgruppe besteht darin, die Wechselwirkungen zwischen Herpesviren und ihren Wirten zu untersuchen und zu nutzen, um neue antivirale Therapien zu entwickeln. Es wurde ein zellulärer Transkriptionsfaktor (namens DUX4) identifiziert, gegen den antivirale Medikamente zur Therapie von Herpesvirus-Infektionen eingesetzt werden können. Herpesviren sind wichtige Krankheitserreger, die insbesondere bei immungeschwächten Patientinnen und Patienten zu schweren Infektionen führen können, und es besteht ein dringender Bedarf an neuen antiviralen Medikamenten gegen Herpesviren. DUX4 ist ein embryonaler Transkriptionsfaktor der essentiell ist, für die Replikation von Herpesviren und die frühe Embryonalentwicklung. Außerdem führt die fehlgeleitete Expression von DUX4 zu Krankheiten wie der Facioscapulohumeralen Muskeldystrophie (FSHD). Es konnte außerdem gezeigt werden, dass DUX4 auch in einer Vielzahl von viralen Tumoren (bei Herpesviren, Papillomviren und Polyomaviren) exprimiert wird. Die Forschungsgruppe "Duxdrugs" hat sich zum Ziel gesetzt, die Wechselwirkung zwischen Herpesviren und DUX4 weiter zu untersuchen und auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse DUX4-Inhibitoren für die antivirale Therapie weiterzuentwickeln. Das Arbeitsprogramm der zweiten Förderphase baut direkt auf dem Programm der ersten Phase auf. Da die erste Phase insgesamt erfolgreich war, wird darauf abgezielt, DUX4-Inhibitoren weiter zu entwickeln. Mit diesem neuen Ansatz hofft man, dass nach den zusätzlichen zwei Jahren der Förderung ein DUX4-"Degrader" (basierend auf einem Nanokörper oder PROTAC) in die weitere präklinische Entwicklung gebracht werden kann.