| Förderkennzeichen: | 01KG2504 |
| Fördersumme: | 3.832.797 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | Dr. Dr. Eckhard Schlemm |
| Adresse: |
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Neurologie Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Ein ischämischer Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, bei dem der Verschluss eines Blutgefäßes zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn führt. Schlaganfälle sind einer der Hauptgründe für dauerhafte Behinderung bei Erwachsenen. Die medikamentöse Auflösung des verursachenden Blutgerinnsels (Thrombolyse) ist eine wirksame Akutbehandlung, die dauerhafte Beeinträchtigungen verhindern kann. Für Patientinnen und Patienten, die vor einem Schlaganfall blutverdünnende Medikamente (Antikoagulation) eingenommen haben, wird diese Therapie aus Sorge um Blutungskomplikationen aktuell selten eingesetzt. In PASSION soll in einer klinischen Studie die Sicherheit und Wirksamkeit der intravenösen Thrombolyse bei Patientinnen und Patienten, die vor dem Schlaganfall blutverdünnende Medikamente aus der Gruppe der direkten oralen Antikoagulanzien eingenommen haben, nachgewiesen werden. Hierzu werden Schlaganfallpatienten zufällig (randomisiert) der Behandlung mit dem Medikament Tenecteplase (Thrombolyse) oder einem wirkstofffreien Placebo zugewiesen. Die Wirksamkeit der Intervention wird anhand alltagsrelevanter Einschränkungen drei Monate nach Schlaganfall beurteilt. Das Auftreten von Komplikationen im Rahmen der Studie wird engmaschig überwacht. Insgesamt sollen 668 Patientinnen und Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Die Studie soll die klinische Praxis der Schlaganfallversorgung verbessern. Bei positivem Ergebnis kann in Zukunft auch bei Patientinnen und Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall unter direkter oraler Antikoagulation eine wirksame und sichere Akutbehandlung mittels Thrombolyse durchgeführt werden.