Fördermaßnahme

Förderung von forschenden Fachärztinnen und Fachärzten in der Universitätsmedizin

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2020
Förderzeitraum: 2021 - 2032
Gesamte Fördersumme: bis zu 92,6 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 9 Einzelvorhaben

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Um die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung zu den Patientinnen und Patienten zu bringen, müssen Forschung und Versorgung eng miteinander verbunden sein. Diese Verknüpfung erfolgt vor allem in der Universitätsmedizin durch klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte. Dies stellt jedoch eine große Herausforderung aufgrund der schwierigen Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf dar. Zudem fehlen Karriereperspektiven und attraktive Zielpositionen.

Ziel dieser Fördermaßnahme ist es daher, Förderangebote für forschende Fachärztinnen und Fachärzte (sogenannte Advanced Clinician Scientists, ACS) in der Universitätsmedizin nachhaltig zu etablieren. Dazu wird die Implementierung von acht innovativen Konzepten für ACS-Programme an universitätsmedizinischen Standorten gefördert. Zentrale Elemente der Programme sind geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten. Darüber hinaus spielen Chancengerechtigkeit und eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine wichtige Rolle.

2. Stand der Fördermaßnahme

Es werden acht universitätsmedizinische Standorte mit insgesamt 88 ACS-Stellen für bis zu zehn Jahre gefördert, wobei eine Zwischenevaluation nach fünf Jahren vorgesehen ist.

Die Themen der ACS-Programme umfassen die Onkologie, Infektiologie, Immunologie, Schnittstellen von Gehirn/Herz, Onkologie/Immunologie, Transplantation/Immunologie/Infektiologie, entzündliche Erkrankungen, Organdysfunktion, Gehirn und Neurodegeneration sowie die komplexen Interaktionen zwischen einzelnen Zellen, Gewebe, einzelnen Organen und des gesamten Organismus.

Gleichzeitig wird ebenfalls eine Austauschplattform für alle geförderten ACS bereitgestellt, um sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen.

Einzelprojekte

ACSP_proHealth - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Prävention

Förderkennzeichen: 01EO2508
Gesamte Fördersumme: 1.375.000 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Il-Kang Na
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, BIH Center for Regenerative Therapies (BCRT)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

ACSP_proHealth - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Prävention

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "ACSP proHealth" ist es daher, an der Charité - Universitätsmedizin Berlin ein Programm im Bereich Prävention zu etablieren, um Ärztinnen und Ärzten, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Bereich Prävention ist ein zentrales Handlungsfeld der Strategie 2030 der Charité. Das Programm soll dazu beitragen, innovative und interdisziplinäre Strategien zur Krankheitsprävention zu entwickeln, das Fortschreiten von Krankheiten zu verlangsamen und sowohl die Zahl krankheits- als auch behandlungsbedingter Komplikationen zu verringern. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einsatz moderner Screening- und Diagnosetechnologien zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen. Dazu gehören individualisierte, diversitäts-sensible Screening- und Präventionsmaßnahmen, welche eine rechtzeitige Intervention ermöglichen. Ergänzt wird dies durch Konzepte zur Vermeidung von Rückfällen sowie durch neue Ansätze im Umgang mit Krankheits- und Behandlungsfolgen. Die Struktur des Programms bildet die Grundlage für sektorübergreifende Partnerschaften und themenspezifische Qualifizierungsangebote, exzellente Mentoren und Mentorinnen sowie ein unterstützendes Umfeld für ACS.

ACTIVATE - Förderung von Advanced Clinician Scientists in den Bereichen Immunologie, vaskuläre Immunologie, Tumorimmunologie und Neuroimmunologie

Förderkennzeichen: 01EO2507
Gesamte Fördersumme: 1.060.000 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke
Adresse: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

ACTIVATE - Förderung von Advanced Clinician Scientists in den Bereichen Immunologie, vaskuläre Immunologie, Tumorimmunologie und Neuroimmunologie

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "ACTIVATE" ist es daher, an der Universitätsmedizin Mainz ein Programm in den Bereichen Immunologie, vaskuläre Immunologie, Tumor- und Neuroimmunologie zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit, Vielfalt und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In translational, interdiszplinär ausgerichteten Forschungsprojekten der ACS sollen innovative diagnostische und therapeutische Ansätze in der Immunologie entwickelt und vorangetrieben werden. Gleichzeitig werden integrative Versorgungstrukturen etabliert, die Spitzenforschung mit der klinischen Versorgung verknüpfen. Darüber hinaus werden die ACS durch begleitende Maßnahmen unterstützt, z. B. durch ein duales Mentoringprogramm. So sollen die ACS langfristig in der Wissenschaft gehalten und auf entsprechende Zielpositionen vorbereitet werden.

ACTION - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Translationale Innovation

Förderkennzeichen: 01EO2505
Gesamte Fördersumme: 1.303.960 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Florian Leuschner
Adresse: Universitätsklinikum Heidelberg, Abt. Innere Medizin III
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

ACTION - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Translationale Innovation

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "ACTION" ist es daher, an der Universität Heidelberg ein Programm im Bereich der translationalen Forschung zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit, Vielfalt und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Programm ist in den Forschungsschwerpunkten Infektiologie, Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskuläre Medizin verankert. In translationalen Forschungsprojekten sollen innovative diagnostische, therapeutische und technologische Lösungen in diesen Bereichen entwickelt werden. Die ACS werden zudem durch ein individuelles, strukturiertes Mentoring- und Weiterbildungsprogramm begleitet. So sollen die ACS mit translationalem Profil langfristig in der Wissenschaft gehalten und auf attraktive Karriereperspektiven sowie entsprechende Zielpositionen vorbereitet werden.

JLU-LIFT - Advanced Clinician Scientist Programm zur Förderung der biomedizinischen Forschung

Förderkennzeichen: 01EO2504
Gesamte Fördersumme: 1.864.250 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Günther
Adresse: Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich 11 – Medizin, Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen
Schubertstr. 81, BFS Geb.
35392 Gießen

JLU-LIFT - Advanced Clinician Scientist Programm zur Förderung der biomedizinischen Forschung

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "JLU-LIFT" ist es daher, an der Justus-Liebig Universität Gießen ein Förderprogramm in den Bereichen Inflammation/Infektion, Fibrose/Remodeling und Krebsentwicklung/Ausbreitung von Krebs zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für das Programm werden Kandidaten und Kandidatinnen auf internationaler Ebene rekrutiert. Darüber hinaus werden die ACS in dem Programm durch die Bereitstellung von Forschungsinfrastruktur, standardisiertem Training, Mentoring und regelmäßigem Feedback weiter gefördert. Die ACS sollen so langfristig in der Wissenschaft gehalten und auf entsprechende Zielpositionen vorbereitet werden.

PROMISE - Advanced Clinician Scientist Programm für umfassende Neurowissenschaften

Förderkennzeichen: 01EO2503
Gesamte Fördersumme: 1.483.250 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Dichgans
Adresse: Klinikum der Universität München
Marchioninistr. 15
81377 München

PROMISE - Advanced Clinician Scientist Programm für umfassende Neurowissenschaften

Das Advanced Clinician Scientist (ACS)-Programm PROMISE ergänzt das bereits bestehende Medical & Clinician Scientist Programm (MCSP) an der LMU München im Bereich der Karriereentwicklung für Fachärztinnen und Fachärzte. Ziel ist es, wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte nach der Facharztausbildung in dauerhafte Führungspositionen zu bringen und gemeinsam mit den ACS ein innovatives Konzept für integrative Neurowissenschaften und Patientenversorgung zu entwickeln. Das Programm verbindet klinisch-translationale Forschung zu Mechanismen der Krankheitsentstehung (vertikale Integration) mit interdisziplinären Ansätzen (horizontale Integration). Es baut auf starken Partnerschaften in der Grundlagenforschung auf, vertreten durch die beteiligten Institutionen, den Exzellenzcluster SyNergy und verschiedene Sonderforschungsbereiche. PROMISE-Fellows führen eigenständige Forschungsprojekte durch, mit einer Aufteilung von 50% klinischer und 50% Forschungszeit. Sie erhalten den Status einer "ACS-Gruppenleiterin" bzw. eines "ACS-Gruppenleiters" und eines SyNergy Mitglieds, Zugang zu Laboren, Büroräumen sowie Infrastruktur, Technologien und Ressourcen für krankheitsorientierte Forschung. Zudem besteht die Möglichkeit zu Rotationen in kooperierende Forschungseinrichtungen. PROMISE-Fellows profitieren von maßgeschneiderten Qualifikations- und Mentoring-Programmen sowie strategischer Unterstützung. Das Programm wird evaluiert, und die Fellows durchlaufen Zwischen- und Tenure-Bewertungen, bevor sie in dauerhafte Positionen wechseln. PROMISE soll als Keimzelle für den nachhaltigen Ausbau des ACS-Programms an der LMU dienen. Die LMU Medizin verpflichtet sich zudem, attraktive und dauerhafte Karrierepositionen für ACS zur Verfügung zu stellen. Damit schafft das Programm eine neue Kategorie hochqualifizierter, spezialisierter und vielfältiger Clinician Scientists, die die klinische und translationale Forschung langfristig vorantreiben und das Forschungsprofil der LMU stärken.

AdCCSP - Advanced Cologne Clinician Scientist Programm – Fortschritt in altersassoziierten Erkrankungen

Förderkennzeichen: 01EO2502
Gesamte Fördersumme: 1.878.668 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Kerpener Str. 62
50937 Köln

AdCCSP - Advanced Cologne Clinician Scientist Programm – Fortschritt in altersassoziierten Erkrankungen

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "AdCCSP" ist es daher, an der Universität zu Köln ein Programm im Bereich der altersassoziierten Erkrankungen zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit, Vielfalt und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die ACS werden durch ein strukturiertes Curriculum unterstützt, das 1) ihre (Sub-)Spezialisierung fördert; 2) ihren wissenschaftlichen Fortschritt und ihre Unabhängigkeit vorantreibt und 3) die Integration in akademische Strukturen und Netzwerke ermöglicht. Zudem ist ein klinisches und wissenschaftliches Mentoring ebenfalls Bestandteil des Programms. Die ACS sollen so langfristig in der Wissenschaft gehalten und auf attraktive Karriereperspektiven sowie entsprechende Zielpositionen vorbereitet werden.

AVIATOR - Förderung von Advanced Clinician Scientists in den Schwerpunkten Infektion/Immunität, Transplantation/Regeneration und Biomedizintechnik/Implantate

Förderkennzeichen: 01EO2501
Gesamte Fördersumme: 1.599.875 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Anette Melk
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, AG Melk, Interdisziplinäre Experimentelle Transplantationsmedizin
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

AVIATOR - Förderung von Advanced Clinician Scientists in den Schwerpunkten Infektion/Immunität, Transplantation/Regeneration und Biomedizintechnik/Implantate

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "AVIATOR" ist es daher, an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Programm in den Bereichen Infektion/Immunität, Transplantation/Regeneration und Biotechnologie/Implantate zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sog. Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Qualifizierungsprogramm, das Kompetenzen im Bereich Führung, Kommunikation, interdisziplinärer Zusammenarbeit und für den Transfer wissenschaftlicher Ideen in die Praxis vermittelt. Persönliches Mentoring und Coaching sind ebenfalls Bestandteile des Programms. So sollen ACS mit translationalem Profil langfristig in der Wissenschaft gehalten und auf entsprechende Zielpositionen vorbereitet werden.

EMPOWER-ACSs - Koordinierungsstelle der Austauschplattform für geförderte ACS

Förderkennzeichen: 01EO2301
Gesamte Fördersumme: 300.000 EUR
Förderzeitraum: 2023 - 2026
Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Hahner
Adresse: Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik I
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

EMPOWER-ACSs - Koordinierungsstelle der Austauschplattform für geförderte ACS

In der Universitätsmedizin werden Forschung, Lehre und Krankenversorgung eng miteinander verknüpft, um neueste Erkenntnisse aus der Forschung in die Patientenversorgung zu übertragen. Eine besondere Rolle spielen hierbei klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte. Die Herausforderungen für sie sind jedoch groß. Vor diesem Hintergrund werden acht Programme an verschiedenen Universitäten für forschende Fachärztinnen und Fachärzte (sogenannte Advanced Clinician Scientists, ACS) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel der Austauschplattform ist es, den geförderten ACS die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen. Hierzu werden regelmäßige geeignete Maßnahmen durchgeführt. So können Best-Practice-Verfahren für eine erfolgreiche Arbeit der ACS frühzeitig identifiziert und schnell verbreitet werden. Aufgabe der zentralen Koordinierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit allen geförderten ACS sowie der ACS-Programmkoordinatorinnen und -koordinatoren ist die Planung und Organisation einer Reihe von gemeinsamen Aktivitäten. Insbesondere zentrale Maßnahmen wie das Kick-Off Treffen, die jährlichen Netzwerktreffen sowie die enge Zusammenarbeit der Koordinatorinnen und Koordinatoren zielen darauf ab, kontinuierlich die Vernetzung und den gegenseitigen (strukturellen) Austausch zu fördern. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit und antizipierte Repräsentation der ACSs in politischen Ausschüssen verhilft zu mehr Sichtbarkeit in Gesellschaft und Politik und trägt somit zum nachhaltigen Erfolg der Fördermaßnahme bei.

INTERACT - Förderung von Advanced Clinician Scientists (ACS) im Bereich Zelluläre Heterogenität, Komplexität im Gewebe und System-/Netzwerkerkrankungen

Förderkennzeichen: 01EO2108
Gesamte Fördersumme: 11.836.575 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Hahner
Adresse: Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik I
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

INTERACT - Förderung von Advanced Clinician Scientists (ACS) im Bereich Zelluläre Heterogenität, Komplexität im Gewebe und System-/Netzwerkerkrankungen

Die "Translation" wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Labor ans Krankenbett und zurück erfordert Ärztinnen und Ärzte, die forschen und gleichzeitig patientennah tätig sind – sogenannte Clinician Scientists. Allerdings wird die Tätigkeit von Clinician Scientists oftmals als wenig attraktiv empfunden, da die Gleichzeitigkeit von Forschung und ärztlicher Behandlungstätigkeit zu einer erheblichen Mehrbelastung führt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. Auch gibt es momentan (zu) wenige Karriereperspektiven und Zielpositionen für forschende Fachärztinnen und -ärzte. Um dieser Situation entgegenzuwirken, wird mit "INTERACT" (Interfaces in Translational Research) ein strukturiertes mehrjähriges "Advanced Clinician Scientist-Programm" (ACSP) mit geschützten Zeiten für wissenschaftliche Forschung geschaffen. Zusätzlich werden den forschenden Ärztinnen und Ärzten ein auf sie angepasstes Fortbildungsprogramm und unterstützende Mentoringelemente angeboten. Das Programm bildet einen wichtigen Baustein in der Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum Würzburg – und ist eine wichtige Ergänzung zu bereits etablierten Clinician Scientist-Programmen. Momentan werden 43 Clinician Scientists sowie vier Advanced Clinician Scientists am Universitätsklinikum Würzburg in strukturierten Programmen gefördert. Die Etablierung von klaren Karrierewegen, die zu verschiedenen beruflichen Zielpositionen wie z. B. Professuren führen, steigert langfristig die Attraktivität des Programms. Zusätzlich legt INTERACT großen Wert auf Gleichstellung und Diversität, transparente Zugangsvoraussetzungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie überregionale wissenschaftliche Vernetzung. Ein attraktives Umfeld sorgt für die erfolgreiche Verknüpfung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

ACCENT - Förderung von Advanced Clinician Scientists (ACS) im Bereich Immunopathogenese und Organdysfunktion, Gehirn und Neurodegeneration

Förderkennzeichen: 01EO2107
Gesamte Fördersumme: 13.659.088 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Anja Schneider
Adresse: Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn

ACCENT - Förderung von Advanced Clinician Scientists (ACS) im Bereich Immunopathogenese und Organdysfunktion, Gehirn und Neurodegeneration

Das ACS-Programm wird bestehende Strukturen, wie das Junior Clinician Scientist (JCS)-Programm BONFOR, ergänzen. Auf der Grundlage von Beiträgen bereits wirkender ACS wurde ein innovatives Konzept entwickelt, das speziell auf deren ungedeckte Bedürfnisse eingeht. Das Programm wird in den beiden Profilbereichen Immunopathogenesis & Organ Dysfunction sowie Brain & Neurodegeneration mit ihren Forschungsschwerpunkten Immunosciences & Infection, Neurosciences, Genetics & Epidemiology, Cardiovascular Sciences und Oncology implementiert. Ein Co-Affiliation-Programm (CAP) wird den interdisziplinären Austausch durch die Verbindung von ACS mit wissenschaftlichen Instituten fördern und das Potenzial für die Umsetzung erhöhen. Die ACS werden durch individuelles Coaching, Mentoring sowie wissenschaftliches und klinisches Führungstraining unterstützt. Darüber hinaus profitieren die ACS von der Projektfinanzierung, einem Research Administrative Support Center (RASC), das sie bei der wissenschaftlichen Verwaltung unterstützt, sowie vom Zugang zu einer breiten Palette von Kerneinrichtungen. Ein wichtiger Aspekt des Programms sind Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Vielfalt mit einem Anteil von mindestens 50 % weiblicher ACS. Das ACS-Programm wird das klinische und translationale Profil der Forschungsschwerpunkte stärken und künftige translationale Forschungsnetze, Konsortien und klinische Studiengruppen fördern. Die Medizinische Fakultät hat sich daher verpflichtet, das ACS-Programm mit fünf ACS-Stellen pro Jahr über den Förderzeitraum hinaus fortzusetzen und wird den ACS, die das Programm erfolgreich abgeschlossen haben, attraktive Karriereoptionen anbieten.

iSTAR - Förderung von Advanced Clinician Scientist im Bereich Entzündungs- und Infektionskrankheiten

Förderkennzeichen: 01EO2106
Gesamte Fördersumme: 11.027.764 EUR
Förderzeitraum: 2021 - 2031
Projektleitung: Prof. Dr. Samuel Huber
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Martinistr. 52
20251 Hamburg

iSTAR - Förderung von Advanced Clinician Scientist im Bereich Entzündungs- und Infektionskrankheiten

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für die Ärztinnen und Ärzte in der Forschung. Ziel des Vorhabens "iSTAR" ist es daher, am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein Programm im Bereich der Entzündungs- und Infektionsforschung zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sogenannte Advanced Clinician Scientists), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein individualisiertes 3-stufiges iSTAR-Curriculum, bestehend aus 1) einem iSTAR-Leadership Training, 2) dem iSTAR-High Profile Mentoring und 3) der iSTAR-Tranlational Research Clinic, wird talentierte forschende Fachärztinnen und Fachärzte unterstützen und ausbilden. Wissenschaftlich wird das Hauptziel sein, organ- und gewebespezifische immunologische Signalwege zu verstehen, fehlgeleitete Entzündungsreaktionen gezielt zu beeinflussen und so neue kurative Therapien zu entwickeln. Den Advanced Clinician Scientists wird eine hochmoderne und translationale Infrastruktur bereitgestellt. Alle iSTAR-Mitglieder werden in das Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) integriert, das einzigartige Forschungsnetzwerke, Daten- / Biobanken und experimentelle Plattformen bietet.

iIMMUNE_ACS - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Immunmedizin

Förderkennzeichen: 01EO2105
Gesamte Fördersumme: 10.039.236 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Beate Winner
Adresse: Universitätsklinikum Erlangen, Deutsches Zentrum für Immuntherapie
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

iIMMUNE_ACS - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich Immunmedizin

Das Ziel des iIMMUNE-ACS-Programms ist es, forschende Fachärztinnen und Fachärzte (Advanced Clinician Scientists, im Folgenden ACS) am Universitätsklinikum Erlangen und der FAU Erlangen-Nürnberg in moderner patientenzentrierter Immunmedizin auszubilden. Das Programm "Interfaces of Immunomedicine (iIMMUNE)" soll zukünftige wissenschaftliche Führungskräfte in der Hochschulmedizin hervorbringen. Es fördert klinische und wissenschaftliche Vernetzung an den Schnittstellen der Immunmedizin und trägt zu innovativer Diagnosestellung, Prävention und Behandlungsstrategien von infektiösen, entzündlichen, autoimmunen und neoplastischen Erkrankungen sowie Erkrankungen des zentralen Nervensystems bei. Die Immunmedizin hat bei einigen Erkrankungen bereits ihr enormes Potenzial unter Beweis gestellt und revolutioniert derzeit die medizinische Praxis in zahlreichen Disziplinen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Medizinische Fakultät der FAU ihre Exzellenz auf diesem Gebiet unter Beweis gestellt. Zu den gemeinsamen Anstrengungen für eine Verbesserung der individualisierten Patientenversorgung gehören die Beteilgung an nationalen und internationalen Forschungskonsortien und strategische Schritte wie die Gründung des Deutschen Zentrums für Immuntherapie (DZI) und des Zentrums für Immuntherapie, Biophysik und Digitale Medizin (CITABLE).

UMEA2 - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich translationale Medizin

Förderkennzeichen: 01EO2104
Gesamte Fördersumme: 12.222.318 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Bingel
Adresse: Universität Duisburg-Essen, Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45147 Essen

UMEA2 - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich translationale Medizin

Das Advanced Clinician Scientist (ACS) Programm UMEA2 soll es forschungsaktiven Fachärztinnen und -ärzten ermöglichen, klinische Tätigkeit und Forschung miteinander zu verbinden. Zielgruppe des neuen Programms sind Fachärztinnen und Fachärzte, die ihre Habilitation abgeschlossen haben bzw. in Kürze abschließen werden und die in der Lage sind, eine eigene Arbeitsgruppe zu leiten. Das ACS-Programm wird in die University Medicine Essen Clinician Scientist Academy integriert und baut auf dem fest etablierten durch die DFG geförderten Clinician Scientist Programm UMEA auf. Die Medizinische Fakultät bietet u. a. mit mehreren hochkompetitiven Forschungsverbünden eine exzellente Forschungsinfrastruktur in einem äußerst dynamischen, innovativen und transdisziplinären Umfeld und somit ideale Bedingungen für die ACS, um ihre wissenschaftliche Unabhängigkeit und klinische Exzellenz weiter auszubauen. Die eigenständigen Forschungsprojekte der ACS sollten sich auf die Schnittstellen zwischen den Forschungsschwerpunkten (translationale Exzellenzbereiche) fokussieren: Herz-Hirn, Onko-Immun und Transplantation, Immunologie und Infektiologie. Die Hauptbestandteile des Programms sind 1) gesicherte Forschungszeit von 50%; 2) die Leitung einer eigenen Forschungsgruppe und 3) ein individuell abgestimmtes Qualifizierungsprogramm vor allem zur Stärkung von Führungskompetenzen und Kompetenzen im Hinblick auf die Digitalisierung in der Medizin. Jeder ACS durchläuft das Programm in ca. sechs Jahren. Den ACS werden priorisierte klinische Rotationen ermöglicht werden, um so die medizinische Qualifikation und Spezialisierung zu forcieren. Diese werden durch Mentoring, Networking-Angebote und Gleichstellungs- und Vereinbarkeitsmaßnahmen ergänzt. Die Medizinische Fakultät hat die Finanzierung von fünf W2-Professuren zugesagt und schafft somit langfristige Perspektiven und attraktive Zielpositionen für erfolgreiche ACS.

IMMediate - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich immunvermittelter Erkrankungen

Förderkennzeichen: 01EO2103
Gesamte Fördersumme: 12.876.820 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Robert Thimme
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Freiburg, Abt. Innere Medizin II
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg im Breisgau

IMMediate - Förderung von Advanced Clinician Scientists im Bereich immunvermittelter Erkrankungen

Clinician Scientists (CS), Ärztinnen und Ärzte, die grundlagenorientierte, krankheitsorientierte und/oder patientenorientierte Forschung mit klinischer Tätigkeit kombinieren, stellen eine zentrale Schnittstelle im Wissenschafts- und Gesundheitssystem dar. CS haben dabei ebenfalls eine Schlüsselrolle im Erhalt der Innovationskraft der Universitätsmedizin indem sie hochaktuelle klinisch-wissenschaftliche Fragen zum Wohl der Patienten adressieren und bearbeiten. Das Advanced CS-Programm Immune-Mediated Diseases – IMMediate – wird strukturierte Karrierewege etablieren, die die Kombination von Klinik, Wissenschaft und Lehre auf höchstem Niveau erlaubt. IMMediate ist dabei fokussiert auf die wissenschaftlichen Profilfelder Immunologie, Onkologie und Zellforschung der Freiburger Medizinischen Fakultät und fokussiert auf immunvermittelte Erkrankungen, die ganz verschiedene Organe betreffen können. Mit dem strukturierten Ausbildungsprogramm wird exzellent ausgewiesenen CS ein bestmögliches wissenschaftliches sowie klinisches Umfeld garantiert, das unabhängiges wissenschaftliches Arbeiten mit klinischer Selbstständigkeit und insbesondere einer langfristigen Perspektive in der Hochschulmedizin anbietet. Das Advanced CS-Programm IMMediate komplementiert einen über die Jahre entstandenen strukturierten wissenschaftlichen Karriereweg, der von der Freiburger Medizinischen Fakultät etabliert wurde und nun vom Medizinstudium bis zur unabhängigen Karriereposition reicht. IMMediate wird nicht nur die Versorgung von Patienten mit immunvermittelten Erkrankungen und den Zugang zu innovativen Therapien basierend auf einem besseren Verständnis der zugrundeliegenden Krankheitsentstehung verbessern, sondern auch als ein Modell fungieren, wie strukturierte Karrierewege zukünftig an der Universitätsmedizin in Deutschland ausgerichtet sein könnten.

INITIALISE - Innovationen der Infektionsmedizin

Förderkennzeichen: 01EO2102
Gesamte Fördersumme: 12.287.300 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Maria Vehreschild
Adresse: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Universitätsklinikum, Medizinische Klinik II, Abt. Infektiologie
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main

INITIALISE - Innovationen der Infektionsmedizin

Die Herausforderungen für klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind groß. Dies ist zum einen auf die schwierige Vereinbarkeit von Forschung und ärztlicher Tätigkeit sowie von Familie und Beruf zurückzuführen. Zum anderen fehlen Karriereperspektiven und Zielpositionen für Mediziner und Medizinerinnen in der Forschung. Ziel des Vorhabens "INITIALISE" ist es daher, am Universitätsklinikum Frankfurt ein Programm in der Infektionsmedizin zu etablieren, um für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben (sogenannte Advanced Clinician Scientists, ACS), eine gleichzeitige Tätigkeit in der Versorgung und in der Forschung zu ermöglichen. Dafür sollen geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten sichergestellt werden, auch unter Berücksichtigung von Chancengerechtigkeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Leitung einer unabhängigen Forschungsgruppe in Kombination mit einem strukturierten Qualifizierungs- und einem intensiven Mentoring-Programm sind dabei ebenfalls Kernkomponenten. Im Rahmen der Ausschreibungsrunden werden gezielt alle Fachdisziplinen der Medizin mit einem potenziellen Bezug zur Infektionsmedizin adressiert wie z. B. Chirurgie, Ophtalmologie, Gynäkologie, Urologie, Mikrobiologie, Virologie, Anästhesiologie sowie Pädiatrie und Geriatrie. Als Teil des Qualifizierungsprogramms werden die ACS in den neuesten Technologien und innovativen Entwicklungen mit Anwendbarkeit bzw. Übertragbarkeit auf Infektionskrankheiten durch Veranstaltungen geschult. Nach einer Laufzeit von zwei, vier und sechs Jahren wird die Zufriedenheit aller am Programm Beteiligten evaluiert und alle Prozesse entsprechend bedarfsgerecht angepasst. So soll die positive Integration und der langfristige Erfolg von INITIALISE für den Standort Frankfurt unterstützt werden.

CAMINO – Programm zur Karriereentwicklung für forschende Ärztinnen und Ärzte in der multidimensionalen Tumorforschung

Förderkennzeichen: 01EO2101
Gesamte Fördersumme: 8.605.290 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2032
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Bornhäuser
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Medizinische Klinik und Poliklinik I
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

CAMINO – Programm zur Karriereentwicklung für forschende Ärztinnen und Ärzte in der multidimensionalen Tumorforschung

CAMINO, das "Career Advancement in MultIdimeNsionaltumOrtargeting"- Programm wird fortgeschrittene, klinisch-wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte ("Advanced Clinician Scientists") an der Schnittstelle zwischen Klinik und Forschung unterstützen. Flexible karrierefördernde Maßnahmen und verbindliche Forschungszeiten sollen es den Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, ihre Forschung mit interdisziplinärer und innovativer Patientenbehandlung zu verknüpfen. Die Forschungsprojekte der Geförderten sollen sich in die onkologischen Exzellenzschwerpunkte Dresdens integrieren. Durch Teamarbeit in sogenannten Forschungs-Tandems können Geförderte eng mit grundlagennah arbeitenden Wissenschaftlern kooperieren. Dresdens biomedizinischer Campus ist ideal geeignet, um zukünftige Innovationen basierend auf multidimensionalen onkologischen Ansätzen voranzutreiben; Es werden sowohl die funktionelle Charakterisierung von Krebs mit 3D-Gewebsmodellen, zell- und gentherapeutische Ansätze, sowie chirurgische und datenwissenschaftliche Ansätze verfolgt um die Krebstherapie und -prävention zu verbessern. Das CAMINO Programm ermöglicht es, Fach- und Oberärzten sich langfristig in der translationalen onkologischen Forschung zu etablieren. Die klinische und wissenschaftliche Karriereentwicklung der CAMINO-Geförderten wird dabei durch zielgerichtetes Mentoring, flexible Weiterbildungsmaßnahmen und längerfristig angelegte Zielvereinbarungen sichergestellt. Die Förderung von insgesamt acht exzellent-forschenden Ärztinnen und Ärzten wird dazu beitragen die Qualität in der Onkologie in Dresden qualitativ zu verbessern und verlässliche Karrierewege für Advanced Clinician Scientists zu schaffen.